nach Griechenland

Kulinarisches

Krasotyri

Die Küche von Kos verbindet die griechische Inselküche mit Einflüssen aus der osmanischen Zeit. Im Mittelpunkt stehen Olivenöl, frisches Gemüse, Fisch, Lamm und Ziege, Honig und Käse. Eine Spezialität gibt es nur hier: den Weinkäse Krasotyri.

Krasotyri, der Weinkäse

Krasotyri bedeutet wörtlich „Weinkäse“. Er wird aus Schafs- oder Ziegenmilch hergestellt und reift mindestens einen Monat im Bodensatz von Rotwein, den die Koer „Posia“ nennen. Dabei bekommt er eine rötliche Rinde, während er innen weiß bleibt. Er schmeckt mild, leicht salzig und durch den Wein etwas süßlich, mit einer weichen, fast buttrigen Konsistenz. Seit 2018, dem Jahr meiner Reise, ist er als geschützte geografische Angabe anerkannt.

Honig

Der Honig der Insel stammt vor allem aus der Gegend um Kefalos und Antimachia. Bienen sammeln hier Nektar von Thymian, Kiefern und Wildblumen.

Oliven und Öl

Olivenhaine ziehen sich über die ganze Insel. Typisch sind die grünen, angeschlagenen Hamades und die Throumba, die am Zweig schrumpelig reift.

Wein

Der Weinbau hat auf Kos eine lange Tradition. Angebaut werden Rebsorten wie Malagousia, Athiri und Assyrtiko, gekeltert werden Weißweine, Retsina und süße Rotweine.

Mizithra und mehr

Neben dem Krasotyri gibt es frischen Mizithra aus Ziegenmilch, Käse in Honig, abgetropften Joghurt und Kefalotyri.

Süßes von der Insel

Zu Festen und Feiertagen kommen Süßigkeiten auf den Tisch, die viel Honig, Nüsse und Sesam enthalten. Loukoumades sind kleine, frittierte Teigbällchen in Honigsirup. Xerotigana sind hauchdünne, frittierte Teigspiralen. Kourabiedes, mürbe Mandelplätzchen mit Puderzucker, gibt es vor allem zu Weihnachten. Zu Ostern backen die Familien Lambropites, kleine Pasteten mit Mizithra. Und als Löffelsüßigkeit, die Gästen traditionell zur Begrüßung gereicht wird, gibt es auf Kos sogar eingelegte kleine Tomaten in Sirup.

Klassiker in den Tavernen

ChoriatikiBauernsalat mit Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Oliven und Feta
TzatzikiJoghurt mit Gurke, Knoblauch und Olivenöl
Souvlaki und GyrosGegrilltes Fleisch am Spieß oder vom Drehspieß, oft in Pita
MoussakaAuflauf aus Auberginen, Hackfleisch und Béchamelsauce
GemistaMit Reis und Kräutern gefüllte Tomaten und Paprika aus dem Ofen
KalamarakiaFrittierte kleine Tintenfische mit Zitrone
DolmadakiaWeinblätter, gefüllt mit Reis und Kräutern
FrappéAufgeschäumter Eiskaffee, das Sommergetränk der Griechen

Römersalat aus Kos

Ein Gemüse trägt den Namen der Insel sogar in die Welt hinaus: Der Römersalat heißt im Englischen „Cos lettuce“. Der Name verweist darauf, dass diese Salatsorte von der Insel Kos stammen soll. Auch Tomaten gehören zu den wichtigsten Anbaupflanzen der Insel. Mehr über Tomaten gibt es auf Kohlis Tomaten.

Hippokrates am Esstisch

Hippokrates maß der Ernährung große Bedeutung für die Gesundheit bei. Er empfahl Honig und ein Gemisch aus Honig und Essig, das Oxymel, als Heilmittel. Der bekannte Satz „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein“ wird ihm zwar gern zugeschrieben, findet sich aber in keiner seiner Schriften.